The Grabøwskis - 1977

Als ich neulich aus dem Urlaub kam, fand ich Vinyl vor. Und zwar in Form des Albums von The Grabøwskis. Schon auf den ersten Blick ist es ein Album voller versteckter Botschaften. Der Name erinnert an Kalle Grabowski aus dem legendären Ruhrgebiets-Film Bang Boom Bang. Der Titel, der ein bisschen aussieht wie 1911, erinnert gleichzeitig irgendwie auch an Punkrock und das pinke Cover ist schon ganz schöner Trash. Und wenn man diese Zutaten zusammen packt, dann ist das Album in groben Zügen auch schon beschrieben: Trashiger Punkrock aus dem Ruhrgebiet, genau genommen aus Schwerte. Das ist in Punkkreisen bekannt für das Rattenloch und aus eben diesem sind die vier Grabøwskis gekrochen um die Punkwelt mit 15, teils in deutsch, teils in englisch vorgetragenen Songs zu erfreuen. Ein bisschen Schwachsinn, ein bisschen Gesellschaftskritik, ein bisschen Punkrock, ein bisschen Ska, insgesamt ein sympatischer Mix. Da in der heutigen Zeit mit CDs eh kein Geld mehr zu verdienen ist, hat die Band einfach auf deren Herstellung verzichtet und so kommt das Album als Vinyl-Only mit Download-Code daher. Einige Songs kann man sich auf der Bandpage anhören und bekommt direkt noch einen DIY-Tipp gratis dazu: “mitschneiden mit Streamripper o.ä.”. Punkrock kann auch fast vierzig Jahre nach 1977 noch Spaß machen.