Sauna war gestern - Jaya The Cat im Tube

Jaya The Cat mag ich schon seit vielen Jahren. Dennoch habe ich es noch nie geschafft, sie mal live zu sehen. Und das obwohl sie ja eigentlich ständig auf Tour sind und fast alle zwei Wochen in erreichbarer Nähe spielen. Diesmal sollte es aber klappen. Schönes Wetter, Urlaub und das Kind mit den Eltern an der Nordsee. Ein vorab ausgemachter Interviewtermin mit der Band führte zu einem zusätzlichen Ansporn. Pünktlich um 19 Uhr liefen wir also am Tube in Düsseldorf ein. Der Laden ist winzig klein und da draußen ca. 30 Grad herrschten, war klar, dass es wohl was wärmer werden würde. Da der Laden noch zu und die Band noch beschäftigt war, warteten wir bei einem Kaltgetränk im Freiluftbereichs des angrenzenden irischen Pubs. Kurz darauf gesellte sich Sänger Geoff zu uns und wir hatten ein sehr angenehmes Gespräch über Musik, Festivals und dies und das. Gegen 20 Uhr zog die Band dann erst nochmal ab, um die Koffer ins Hotel zu bringen. Um 21 Uhr sollte es losgehen, eine Vorband war an diesem Abend nicht vorgesehen. Langsam füllte es sich vor dem Laden und irgendwann tauchte die Band dann auch wieder auf. Wir hatten uns mittlerweile drin schon mal einen guten Platz am Merch gesichert und fingen schon mal an vor uns hin zu schwitzen. Um halb 10 fingen die fünf Herren dann an und hatten das sowieso schon schwitzende Publikum direkt voll auf ihrer Seite. Der Sound zwischen Reggae und Punk macht einfach Bock und geht in die Beine. Die Luftfeuchtigkeit war mittlerweile auf 200% abgestiegen und Männlein wie Weiblein entledigten sich ihrer T-Shirts (bei den Mädels waren es zumindest die mit BH). Es wurde auf den Tischen getanzt (auch beim Merch), mitgesungen und das Tube wurde zu einer einzigen großen Party. Das zehrte bei Band und Publikum gleichermassen an den Kräften, so dass es - wie im Theater - nach ungefähr einer Stunde - eine Pause gab. Die brauchten auch alle. Kurz durchgelüftet, abgedampft, eine Kippe geraucht und dann ging es auch schon weiter. Der Stimmung hatte die Pause keinen Abbruch getan und so ging es dann noch eine gute halbe Stunde genauso fröhlich weiter wie zuvor. Was für ein großartiger Abend. Der Rückweg führte uns dann noch zur Freak Show nach Essen, wo allerdings - trotz hervorragender Musik - nicht viel los war, da zeitgleich im anderen Ende der Stadt das Nord-Open-Air stattfand. Egal. Wir waren eh fertig und konnten beruhigt nach hause fahren. Das war mit Sicherheit nicht das letzte Konzert der Band, das ich besucht habe.